Übungen für akute Trauerbewältigung
Trauer kann in intensiven Wellen kommen, die uns überwältigen und hilflos fühlen lassen. Grundsätzlich ist es sinnvoll, sich mit seiner Trauer und den dazugehörigen Gefühlen auseinanderzusetzen, manchmal sind diese aber schlichtweg zu viel und kaum aushaltbar. Diese Übungen können helfen.
Abschied nehmen
Abschied nehmen gehört zu den schwersten Momenten im Leben. Ob nach einem langen, erfüllten Leben oder einem unerwarteten Verlust, der Schmerz ist oft überwältigend. In solchen schwierigen Momenten ist es wichtig, einen Raum zu schaffen, in dem Trauer und Erinnerungen ihren Platz finden dürfen.
Digitale Wiederbelebung
Die Digitalisierung hat unser Leben grundlegend verändert, und nun auch den Umgang mit Verlust und Trauer. Grief Tech, die Möglichkeit, verstorbene geliebte Menschen in digitaler Form „wiederzubeleben“, eröffnet neue Wege der Trauerbewältigung. Aber sind wir für dafür bereit?
Ein Leben nach dem Tod
Zu dem Schmerz, einen Menschen verloren zu haben, kommt auch die Angst vor der eigentlichen Endlichkeit als vermutlich größter Irritation der menschlichen Existenz. Im Fluss der täglichen Verpflichtungen wird dieses Wissen um die Sterblichkeit oft verdrängt.
Über den Tod sprechen
Wenn ein Todesfall oder eine Erkrankung im engsten Umfeld auftritt, dann sind viele Menschen überfordert und wissen nicht wohin mit ihren Ängsten und Sorgen. Innerhalb von Familien betrifft ein Todesfall immer alle und das auf ganz unterschiedlichen Weisen.
Nur Mut!
Wie sage ich meinem Kind, dass Oma tot ist? Der Tod ist in den letzten Jahrzehnten aus der Mitte der Gesellschaft verschwunden und findet auch in den Familien kaum noch statt. Kinder werden nur in den seltensten Fällen in den Sterbeprozess von Angehörigen mit eingebunden.
Trauer und Schuldgefühle
Für manche Menschen ist es nicht nachvollziehbar, wenn eine Person in einer Trauerphase lacht oder wenn er glücklich zu sein scheint und dann doch kurze Zeit später wieder in tiefer Trauer versinkt. Oftmals umtreiben den Trauernden Schuldgefühle.
Suizid
Auch wenn die Zahlen im europäischen Vergleich niedrig sind, ist in Deutschland immer noch jeder 100. Todesfall ein Suizid. Somit sterben in Deutschland mehr Menschen durch „vorsätzliche Selbstbeschädigung“ als durch Verkehrsunfälle, Gewalttaten oder Drogen zusammen.